5. Mittelalter-Spectaculum auf Burg Hohenstein am 24.+25. April 2010

Es war ein kleines Jubiläum, das diesjährige Burgspektakel. Und so hatte denn auch das Wetter mit viel Sonnenschein und angenehmen Temperaturen mitgespielt. Beide Tage waren gut besucht und Kinder wie Erwachsene hatten viel Spaß. Mit insgesamt über 35 mitwirkenden Gruppen, Händlern, Handwerkern, Musikanten und Gauklern waren alle Burghöfe belegt. Selbst ein Lager, das einen guten Einblick in Beschwerlichkeit und Aufwand, aber auch die Organisation einer Reise im Mittelalter bot, war auf der oberen Burgterrasse aufgebaut.

Ein Schmied zeigte seine Fertigkeiten beim Schmieden, während nebenan ein kleiner Kräutergarten mit allerlei Küchen- und Heilkräutern aufgebaut war. Auf dem Platze des Kellerhofes bot der Dattelschlepper orientalische Früchte und Köstlichkeiten an. Eine Seifenmacherin verkaufte ihre selbst gemachten, wunderbar riechenden Seifen und Duftöle.

Eine Schäferei lockte mit Wurst vom Hirsch und Wildschwein, Schafs- und Ziegenkäse, sowie selbst gebackenem schmackhaftem Brot. Im Torhof konnte man sich in einer großen Auswahl an Gewandungen bedienen, oder einem Alchimisten bei seinen Vorführungen staunend zusehen. Ein Händler mit einer riesigen Auswahl an Senfsorten, hergestellt nach alten Rezepten, stand neben einer Töpferin. Wer „Mittelaltermusik“ liebte, konnte diese an einem Stand hören und als „Silberscheiblein“ mit nach Hause nehmen. Eine Silberschmiede zeigte ausgefallenen, schönen Silberschmuck; der Silberschmied ließ sich bei der Arbeit zusehen.

Im früheren Burg-Kräutergarten hatten die Malteser-Ritter ihr Zelt aufge- schlagen und versorgten Müde, Kranke und Verletzte.Im großen Burghof gab es eine „Burg“ als Pantomime zu bewundern. Ein Trommelbauer hatte sein Zelt aufgeschlagen, eine Buchbinderin zeigte ihr handwerkliches Geschick, allerlei selbstgemachte Waren zeigte ein Lederschmied, während zwei Schmuckhändler kostbare, nicht alltägliche Schmuckstücke feilboten.

Neben dem Zelt der Wahrsagerin, die einen Blick in die Zukunft tun ließ, bot eine Künstlerin von ihr gefertigte Lederarmbänder an und eine Krämerin hielt allerlei Kräuter, Tinkturen, wohlriechende Essenzen und „Zaubertränklein“ feil. Wem die Kehle zu trocken geworden war, konnte am Met-Stand etwas dagegen tun und hatte die Auswahl zwischen lieblichem, halbtrockenem und trockenem Met aus Tonbecher oder Trinkhorn.

Auf der Naturbühne spielten die Gruppen Schabernax und Capud Draconis auf, sorgten für Stimmung und heizten den vielen Besuchern ein. Abends gab es dann ein Tavernenspectacel mit der Drachenfrau und Feuerjonglage sowie einem Feuerspucker, der gewaltige Flammen in den nächtlichen Himmel blies.

Auf der unteren Burgwiese gab es für Kinder und Tatendurstige allerlei Mitmachgelegenheiten, wie Bogenschießen und Axtwerfen, Kerzenziehen und Filzen, Kinderschminken und Geschichtenhören im Märchenzelt. Mancher Erwachsene nutzte die Gelegenheit, während die Kinder beschäftigt waren, schnell mal einen köstlichen Gewürzwein zu verkosten! Und die Burgküche bot an drei Stellen im Burggelände schmackhaftes Essen und kühle Getränke an.

Der Freundeskreis Kultur und Märchen Burg Hohenstein als Organisator des Burgspectaculums konnte mit Besuch, Resonanz und der guten Stimmung während der beiden Tage sehr zufrieden sein. Das Spectaculum 2011 findet wegen der späten Ostertage am Wochenende des 30.April und 1.Mai 2011 statt.